Texte und Musik für Trompete und Orgel

zum Geburtstag Martin Luthers (10. November 1483)

Im Jahr 2017 gedachten die prot. Kirchen an Martin Luther und die von ihm ausgegangene Reformation und widmeten zahlreiche Veranstaltungen diesem historischen Ereignisses.


Die Prot. Kirchengemeinde Pfingstweide nahm Luthers Geburtstag am 10.11.1483 zum Anlass für eine Abendveranstaltung in unserem Gemeindezentrum.



Wolfgang Thomas - Trompete und Heinz-Georg Saalmüller - Orgel


Im Mittelpunkt standen Lesungen von Originaltexten Martin Luthers, die feierlich von meditativer Musik umrahmt wurden. Wolfgang Thomas -Trompete und Heinz-Georg Saalmüller-Orgel (beide Mitglieder des Consortium Palatinum) musizierten zwischen den Lesungen und boten den Zuhörern einen Ohrenschmaus der besonderen Art. Die beiden Künstler ergänzten sich vortrefflich und unterhielten mit Instrumentalmusik allererster Güte.


Das gilt im gleichen Maße auch den vorgetragenen Texte, gelesen von Pfarrer Keller und kommentiert von Pfarrer Dr. Metzger. Pfarrer Keller machte sich viel Mühe beim Durchforsten lutherischer Texte, um schließlich einige Perlen für diesen Abend auszusuchen, in die Pfarrer Dr. Metzger kenntnisreich einführte.



v.l.n.r. Pfarrer Dr. Paul Metzger und Pfarrer i.R. Volker Keller


Die Texte zeichneten ein Bild Martin Luthers, das den Besuchern wohl vertraut war, zeigten aber auch Seiten des Reformators, die den meisten Gästen wahrscheinlich fremd waren. Die Texte begannen mit Luthers Entschluss ins Kloster zu gehen. Hier bekräftigte Luther seinen Entschluss zum Gelübde und zeigte ihn schon früh als einen Menschen, der beharrlich an seinen Zielen festhielt.


viele interessierte Zuhörer


Seine Beharrlichkeit wird auch im Text über seine Bereitschaft nach Worms zum Reichstag zu gehen deutlich. Zitat:" ... wenn ich gesund nicht kommen kann, lasse ich mich krank hinführen."


Zu seiner Bibelübersetzung schreibt er über die Schwierigkeiten, die richtigen Worte für ein klares Deutsch zu finden. Zitat: "Ich habe mich des geflissen im Dolmetschen, dass ich rein und klar Deutsch geben möchte."


Luther war kein aufgeklärter Mensch, zu sehr stammte er noch aus dem Mittelalter, was z.B. sein Urteil über Frauen angeht. So erklärt er, wieso Frauen dümmer als Männer sind. Aus seiner Zeit heraus mag man ihm verzeihen, heute würde er sicher anders denken. Über die Musik dagegen schrieb er wesentlich positiver. Zum Schluss der Textauswahl stand Luthers Meinung über die Prediger an. Für ihn war die Predigt die wichtigste Aufgabe eines Geistlichen. Und es geht ihm darum gut zu predigen.


Man hätte noch viel mehr hören können, aber leider geht auch ein solcher Abend viel zu schnell vorbei. Ein herzlicher Dank allen Mitwirkenden.


Karl Heinz Dübon


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