Liebe Leserinnen und Leser der Pfingstweide Zeitung!

Da hat er sich aber im Juli gewaltig getäuscht, der „100-jährige Kalender“:


„Der Monat beginnt trüb mit Gewitter und Regen.
In der zweiten Hälfte scheint die Sonne öfters
und es ist angenehm warm.“


An zwei oder drei Tagen habe ich in meinem Julikalender noch eingetragen, dass es morgens „bissi“ kühl war. Aber ansonsten steigerten sich die Aufzeichnungen von „schönes Wetter“ über „warm schon am Morgen“ hin zu „heiß, heiß, heiß“ bis „brütend heiß“.


Und heute, am ersten Tag (sprich am 10. August) niedrigerer Temperaturen nach dieser Hitzewelle, sitze ich an meinem Schreibtisch, nachdem mich die Redaktion unserer Zeitung doch ganz nett gebeten hat, endlich den Artikel hier abzuliefern. Ich muss ehrlich sagen, dass ich vorher ob der Hitze eigentlich keinen klaren Gedanken fassen konnte. Und jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie das Wetter in der nächsten Zeit wohl werden wird? Bleibt es bei diesem heißen Wetter? Oder bleibt es einmal ein paar Tage kühl, damit wir mal wieder richtig tief durchatmen können? Nicht nur uns, auch und gerade den Kranken, käme eine Pause dieser Hitze sicher zupass. Und wann kommt endlich auch mal bei uns ein bissel Regen in die Gärten, auf die Felder?


Schauen wir nochmal in den „100-jährigen Kalender“, er reizt uns für den August sogar zum Schmunzeln: „Wann wird es endlich richtig Sommer?“, so fragt er uns! Und für den Rest des Monats prophezeit er: „Wie im Juli wechseln Sonnen- und Regentage(!). Ab Mitte des Monats gibt es endlich(!) zehn warme Sommertage am Stück – aber das Ende ist wieder Regen.“


Nach den Wettervorhersagen wird es aber schon bald wieder sehr warm, die nächste Hitzewelle steht vor der Tür! Naja, wenn Sie diese Zeitung in Händen halten, können Sie ja zurücksehend sagen, wer denn Recht behalten hat: unsere „Wetterfrösche“ oder der „100-jährige“.



Wasser - Element des Lebens


Für den September sagt uns der „100-jährige“ schließlich:


„Insgesamt erwartet uns schönes Spätsommerwetter.
Allerdings gibt es vom 03. - 06. und vom 08. - 10. erste Kälteeinbrüche mit Reif(!).
Danach genießen wir die schönen Tage bis zum Monatsende.“


Diese Kälteeinbrüche wären dann das absolute Kontrast-programm zu den heißen Tagen derzeit. Man darf gespannt sein! Vorläufig bleibt es aber wohl beim heißen Sommerwetter.


Ein frommer Mensch hat bereits um das Jahr 1200 herum die Erfahrungen der Menschen in den feierlichen Pfingsthymnus an den Heiligen Geist einfließen lassen, und ein Vers fällt mir in diesen heißen Sommertagen immer wieder ein : „... hauchst in Hitze Kühlung zu!“


Das könnten nicht nur wir in diesen Tagen so nötig brauchen! Noch einmal sei an unsere Kranken erinnert, besonders die an Haus und Bett gefesselten! Du Geist Gottes, hauch besonders ihnen Kühlung zu!


Aber nicht nur die „Kühlung“ hätten wir notwendig, notwendig wäre auch, was ein anderer Vers des Pfingsthymnus sagt: „Dürrem gieße Leben ein!“


Wie dürr alles ist, das sehen wir bei jedem Blick aus dem Fenster in die Gärten, das sehen wir in den Grünanlagen, das sehen wir auf den Feldern:


Alles lechzt nach Wasser, alles ist dürr und es könnte einem so mancher Gedanke kommen, wie denn das alles weitergehen soll: mit diesem Wetter, mit unserer Welt, mit uns Menschen?


Eigentlich bleibt nur das Vertrauen auf einen Gott, der alles trägt und lenkt und von dem wir erhoffen dürfen, dass er uns Menschen und unsere Welt nicht im Stich lässt! Reihen wir uns ein in die Menge derer, die seit Jahrhunderten im Pfingsthymnus ihr Urvertrauen auf Gott gesungen und gebetet haben, beten und bitten auch wir Gott als Sein Volk auf Erden:


„Gib dem Volk, das Dir vertraut, das auf Deine Hilfe baut, Deine Gaben zum Geleit!“


Seine Gaben – die brauchen wir, nicht nur in der Wetterhitze des Sommers, sondern auch in den hitzigen (Sprach-)Gefechten, in der kleinen und großen Politik, in den (kriegerischen) Gefechten in aller Welt und in den Gefechten der Nationen, wie es denn weitergehen kann und wird mit diesem Wetter s.o.!


Mit dem Wunsch „Komm herab, o Heiliger Geist, der die finstre Nacht zerreißt, strahle Licht in diese Welt“, denn sie hat es nötiger denn je.


Diakon Karl-August M. Wendel

Pfarrei hl. Edith Stein


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