Kirchenrecht ein Buch mit sieben Siegeln?


Pfarrer Dr. Georg Müller referierte am 15. Mai auf Einladung der Kolpingfamilie Pfingstweide in der gut besuchten Pilsstube zum Thema "Kirche und Recht".


Die historische Herleitung erklärt Müller über Bibel-stellen. Dort seien z.B.in den Paulusbriefen bereits Hinweise auf Ordnungen und Recht zu finden. "Der gute Kanonist trägt immer seine "Bibel" bei sich", so der Pfarrer lächelnd - den CIC… den codex luris canonici.. zeigend.


380 n.Chr. wurde das Christentum Staatsreligion im römischen Reich. Weltliche Juristen mussten bis zum 19. Jahrhundert auch Prüfungen im kanonischen Recht ablegen. Müller zeigt in Folge die unterschiedlichen Situationen und die Schwierigkeiten zwischen weltlichem und kirchlichem Recht auf.


1983 wurde dann durch Papst Johannes Paul II das neue Rechtsbuch für die ganze katholische Weltkirche in Kraft gesetzt.


Jede Diözese soll sein eigenes Offizialat einrichten, damit der Bischof in Sachen Recht entsprechende Unterstützung in Rechtsfragen oder Streitigkeiten erhält.


Das Offizialat ist das kirchliche Gericht des Bistums - Pfarrer Dr. Müller ist Vize-Offizial im Bistum.


Im Laufe des Abends berichtet der Kirchenrechtler weiter auch über seine konkrete Arbeit in Speyer. Die Arbeit sei im Wesentlichen geprägt von Eheprozessen, deren Nichtigkeit zu prüfen ist.


Lebendig und interessant schildert Müller verschiedene Praxisfälle und Konstellationen. Auf Fragen der Zuhörer gibt er kompetent und verständlich Auskunft.


Ein kurzweiliger Vortrag, für den sich der Kolpingvorstand herzlich mit einem Weinpräsent bedankte.





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