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„Viel besser als der Ruf”

szmtagPfingstweide: Leser loben ihren Stadtteil bei „Redaktion vor Ort”

Die Pfingstweide ist ein Stadtteil mit hoher Wohnqualität - das betonten die meisten der rund 50 Leser, die gestern Mittag bei der „Redaktion vor Ort” am RHEINPFALZ-Stand auf dem Hans-Wolf-Platz vorbeigeschaut haben.

Thema war vielfach der schlechte Ruf der Pfingstweide als „Trabantenstadt” mit vielen Hochhäusern. Rosemarie und Hermann Hackländer leben gerne in der Pfingstweide. Sie schätzen vor allem den Zusammenhalt und die „funktionierende Nachbarschaftshilfe”. „Die Pfingstweide ist viel besser als ihr Ruf”, sagt auch Marianne Wolf. Die 79-Jährige wohnt seit 1983 im nördlichsten Stadtteil Ludwigshafens. Auch Ex-Stadträtin Marie-Luise Palm (75) meint, dass sich die Pfingstweide positiv entwickelt habe. Es gebe eine „gute Nachbarschaft hier”, betont auch Ursula Peßler, pensionierte Lehrerin des Heuss-Gymnasiums. Wolfgang Höfle lebt seit 1970 im Stadtteil und ist „überzeugter Pfingstweidler”, wie er sagt. Er lobt die Angebote der Kirchen und Vereine.

Neben viel Lob gab es aber auch Verbesserungsvorschläge der Bürger. Alfred Lutzke kritisiert, dass in der Pariser Straße die Einzeichnung der Parkbuchten nicht mehr zu erkennen sei. Vor seinem Hauseingang würden viele Autofahrer im Halteverbot parken. Der 84-jährige Wilhelm Schneider ist vor einigen Monaten von Friesenheim in die Pfingstweide gezogen. „Aber bis heute hat mich niemand offiziell hier begrüßt, das stört mich schon”, sagt er. Ansonsten lebe er in der Pfingstweide ruhig und gut, nur für die Integration müsse noch mehr getan werden. Volker Frech kritisierte unter anderem, dass die Zufahrt sowie der Parkplatz zum Kleingartenbauverein „Nachtweide” in einem katastrophalen Zustand seien. Martina Dobler musste 2007 aus ihrer Wohnung am Londoner Ring ausziehen, wo sie 30 Jahre lang gewohnt hatte, weil das Haus abgerissen wurde. „Bis heute sind wir nicht zur Ruhe gekommen”, sagt sie, „und so eine gute Hausgemeinschaft habe ich auch nicht wiedergefunden.” Positiv findet sie in der Pfingstweide, dass im „Haus Noah” viel für Menschen jeden Alters angeboten werde. Ein Problem sei jedoch der Hundekot auf vielen Wegen und Wiesen.

Nach dem Hochhaus-Abriss im Londoner Ring sollen auf dem Areal neue Einfamilienhäuser entstehen. Ortsvorsteher Udo Scheuermann (SPD) berichtet von zwei Interessenten, die dort bauen wollen. Mit einer Entscheidung für einen der Investoren rechnet er bis Ende August. Bereits in wenigen Wochen soll der neue Supermarkt neben dem Einkaufszentrum in der Ortsmitte eröffnen, der zur Verbesserung der Einkaufssituation beiträgt.

Andreas Guip stört, dass der ehemalige Park am Brüsseler Ring, an der Kreuzung Budapester und Lissabonner Straße, vor etwa drei Jahren zu einem Bauplatz umgewidmet, aber bis heute kein Bauherr gefunden worden sei. Nun liege das Gelände brach. Probleme mit dem Nahverkehr hatten zwei Leser: Manfred Knecht kritisierte, dass es an der Haltstelle Rathaus-Center noch keinen Aufzug für Rollstuhlfahrer gibt. Karlheinz Hellmann wünscht sich mehr Haltestellen für Gehbehinderte am Londoner Ring. Für die RHEINPFALZ gab es überwiegend Lob. Etwa von Jürgen Sommer, dem der Lokalteil und die Kindernachrichten gefallen. (kade/hel/mix)



Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Ludwigshafener Rundschau
Ausgabe: Nr.97
Datum: Mittwoch, den 27. April 2011
Seite: Nr.19
"Deep-Link"-Referenznummer: '7608256'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper
Viele „Pfingstweidler” waren gestern am RHEINPFALZ-Stand, um mit Redakteuren ins Gespräch zu kommen. FOTO: KUNZ-HARTMANN
Viele „Pfingstweidler” waren gestern am RHEINPFALZ-Stand, um mit Redakteuren ins Gespräch zu kommen. FOTO: KUNZ-HARTMANN



 
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