Pfingstweide: Mitternachts-Fußballturnier der Jugendfreizeitstätte beim Sportverein Pfingstweide Zum sechsten Mal veranstaltete die Jugendfreizeitstätte Pfingstweide das so genannte Mitternachts-Turnier auf dem Gelände des Sportvereins Pfingstweide. Neun Mannschaften traten gegeneinander an.
Beim Mitternachts-Turnier der Jugendfreizeitstätte waren ursprünglich zehn Mannschaften aus Jugendeinrichtungen der Region gemeldet. Die „Blaubären Hassloch” mussten jedoch kurzfristig absagen. Neben den Gastgebern, die mit zwei Mannschaften antraten, waren die „Falken Mundenheim”, die Ludwig-Wolker-Freizeitstätte aus Süd, das Jugendzentrum Zweibrücken, der Jugendtreff Buchholz aus der Nähe von Lambrecht, die Jugendfreizeitstätte Ernst-Bloch aus Oggersheim, das Willi-Gräf-Haus Friesenheim und der Jugendtreff Maudach angereist.
Ali Yildirim, Organisator und stellvertretender Leiter der Jugendfreizeitstätte, dankte besonders dem Sportverein Pfingstweide (SVP): „Wir sind sehr glücklich, dass uns der Verein zum dritten Mal in Folge seinen Kunstrasenplatz zur Verfügung gestellt hat.” Eröffnet wurde das Turnier durch Ortsvorsteher Udo Scheuermann. „Etwa 75 Prozent der Jugendlichen die hier antreten, haben einen Migrationshintergrund. Viele Kulturen treffen aufeinander, aber wir sind sehr glücklich, dass dennoch seit Jahren alles unglaublich harmonisch abläuft. Spaß und Fair-Play sind das Wichtigste. Wir hatten noch nie eine rote Karte”, erzählt Yildirim.
Ziel des Turnieres ist, das spielerische Miteinander aller zu fördern und den Sport als Bindeglied der Jugendlichen einzusetzen. Gespielt wurde über die Breite eines halben Fußballfeldes. Jedes Spiel dauerte zwölf Minuten und wurde durch eine dreiminütige Pause unterbrochen.
Mustafa Bozkurt (17), Kapitän und Torhüter der ersten Mannschaft der Jugendfreizeitstätte Pfingstweide, ist schon zum sechsten Male und somit von Beginn an dabei: „Klar wollen wir gewinnen, aber wir haben auch als Gastgeber die Pflicht, mit gutem Beispiel voran zu gehen. Hier kann man sein Können mit den anderen messen und es entstehen viele bleibende Freundschaften.” Ähnlich sieht das auch der 18-jährige Celal Yesil, der ebenfalls für die Pfingstweide spielt: „Dieses Turnier bedeutet mir sehr viel, hier kann ich mit Freunden spielen und mich mit ihnen im Wettkampf beweisen. Ich lerne sehr viel dazu, auch mein Temperament zu zügeln, denn manchmal bin ich ein heftiger Heißsporn.”
Auch ein zwischenzeitlich einsetzender heftiger Gewittereinbruch konnte den Ehrgeiz und Spielwillen der Jugendlichen nicht bremsen. Und das natürlich auch nicht bei der einzigen Teilnehmerin des Turniers, der 18-jährigen Senem Yamak, die für die „Falken Mundenheim” antrat: „Ich habe schon mit sechs Jahren auf der Straße Fußball gespielt und bin dann in einen Verein gegangen. Ich war sogar mal in der B-Jugend der TSG Hoffenheim”, erzählt sie. „Ich fühle mich hier voll integriert und von den Jungs akzeptiert. Es macht einfach einen Riesenspaß.”
Zum Ende des Turniers, gegen 1.30 Uhr am frühen Sonntagmorgen, wurde Mustafa Bozkurt von der ersten Mannschaft der Jugendfreizeitstätte Pfingstweide, zum besten Torhüter gewählt. Die „Falken Mundenheim” siegten in einem Herzschlagfinale mit Neun-Meter-Schießen gegen die erste Mannschaft aus der Pfingstweide mit 5:3. Die Spieler aus Zweibrücken wurden als fairste Mannschaft mit einem Pokal geehrt. Das Spiel um den dritten Platz gewann die zweite Mannschaft aus der Pfingstweide gegen die Ernst-Bloch-Freizeitstätte mit 6:3. (ster)
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